Chronik

Historie des Dorffestes (früher Brunnenfest)

Unter dem früheren Ortsvorsteher Heribert Rollmann ( Ortsvorsteher bis März 1985 ) wurde erstmals im Jahre 1982 das Brunnenfest in Kleestadt abgehalten.
Bereits damals wurde es als Veranstaltung des "Vereinsring" geführt.
Der genaue Termin des ersten Festes ist nicht bekannt, aber er war an einem Sonntag nach dem Winzerfest, denn unter dem 12.10.1982 verzeichnete man die erste Einzahlung auf ein eigens dafür eingerichtetes Konto.

Nach 1983 ( am 11.September 1983 ) fand es erst wieder in 1985 statt, dann aber durchgehend bis 1987. Aus dem Monat September wurde es mehr und mehr in die etwas "sichere" Sommerzeit verlagert, wobei es nicht mit der Kerb am 3. Augustwochenende in Konflikt geraten durfte. Über den 22. September 1985 und den 24. August 1986 wurde der Termin auf den 2. August 1987 gelegt. In diesem Jahr war Ort des Festes das Bürgerhaus in Kleestadt.
Ob dies mit den im Rahmen der Dorferneuerung ( 1984 bis 1992 ) vorgenommenen Straßensanierungen zusammenhing oder wegen der Witterung geschah- das Bürgerhaus diente als Ausweichstandort bei schlechtem Wetter - kann heute nicht mehr genau gesagt werden. Sicher ist, dass am 29. August 1988 der Froschbrunnen für das Froscheck angeschafft wurde, also bauseits der alte Standort des Festes in 1988 fertiggestellt war.

Seit 1988 fand das Fest dann im Wechsel mit dem Fest "Rund um den Kirchturm" der evang. Kirchengemeinde nur noch alle 2 Jahre im Froscheck statt.
Mit Ausnahme des Jahres 1991, wo man noch einmal am 1.9. feierte, wurde es ab 1989 in den Juli und spüter sogar in den Monat Juni verlegt, um besser auf Veranstaltungen in den umliegenden Orten reagieren zu können und eine entsprechende Resonanz in der Bevölkerung zu erzielen.
Die Witterungsbedingungen waren nicht immer hervorragend, was man den Einnahmenhöhen des Festes entnehmen konnte, wobei die Veranstaltungen in den Sommermonaten wohl einen guten Zuspruch verzeichneten. Ungern erinnert man sich auch eines am Abend des 3. Juli 1997 aufziehenden Gewitters mit starken Sturmböen, das um 18.30 Uhr dem Fest ein jähes Ende bereitete und einiges an Glasbruch hinterließ.
Im Jahre 2003 beging man das Fest am Brunnen vor dem Rathaus, wobei man zusammen mit dem neu gegründeten Heimat- und Geschichtsverein auch das Jubiläum 200 Jahre Rathaus Kleestadt beging.
Einen längst schon vergessen geglaubten Brauch brachte 2005 der Computerclub wieder ins Gedächtnis und veranstaltete die (Neubürger-)Taufe im Biet. Auch erhöhte sich die Anzahl der Standbetreiber zusehens.
Im Sommer 2006 kam man zu dem Entschluss, aus den Festen "Rund um den Kirchturm" sowie dem "Brunnenfest" ein Fest zu machen und dieses gemeinsam, jährlich zu feiern. Um das Ganze nun zu organisieren, wurde ein Ausschuss (Komitee) gebildet, der sich paritätisch aus Ortsbeirat, Kirche, Vereinen und neu auch Gewerbetreibenden aus Kleestadt zusammensetzt.
Unter dem Namen "Dorffest" wurde erstmalig 2007 ein Fest gefeiert, welches mittlerweile auch über die Grenzen von Kleestadt hinaus viele Gäste anlockt.
Mittlerweile feiern wir das Dorffest schon zum 13. Mal.



Das Froscheck war früher Veranstaltungsort für das Brunnenfest

Der soziale Aspekt des Dorffestes

Den Gründern aus den Vereinen und dem Ortsbeirats ging es bei der Errichtung des Festes darum, unter freiwilligem Einsatz der Ortsgemeinschaft aus den Vereinen für die Bevölkerung einen schönen Festtag zu bescheren, dessen Reinerlös wieder sozialen Zwecken im Ort zugeführt werden und somit die Dorfgemeinschaft stärken sollte.
Daher haben in der Vergangenheit alle Beteiligten z.B. durch kostenlose Auftritte der Feuerwehrmusikanten, gespendete Kuchen und Salate u.a. ihre persönlichen Dinge in den Dienst der guten Sache gestellt, um ein Höchstmass an Erfolg zu dem Leitgedanken beizutragen.

So wurden in der Vergangenheit umfangreiche Zuwendungen zu Anschaffungen des städtischen Kindergartens Kleestadt ebenso getätigt, wie die Jugendarbeit der Vereine oder die Sozialstation unterstützt wurden. Anschaffungen wie Ruhebänke im Ort oder Zuschüsse für die Bänke um die Linden, Schirme für Veranstaltungen aller Art, Übernahme der Buskosten einer Seniorenfahrt, eine Geldunterstützung an einen Hochwassergeschädigten im Jahre 2000 oder einen in der Entwicklung benachteiligten Jungen in 2006 zeugen davon, dass der Sozialgedanke dieser Einrichtung in vorbildlicher Weise umgesetzt wurde. Zuschüsse an Vereine für Arbeitsmaterialien und Einrichtung eines Info-Kastens am Rathaus etc. runden die soziale Verwendung der Erlöse ab.

* Wir danken unserem Ortsbeiratsmitglied Manfred Drews für diese lückenlose Darstellung des zurückliegenden Zeitraums!





Am Rathaus beginnt heute die Festmeile